Beatmungsassoziierte Pneumonie (VAP): Prävention, Leitlinien und neue technologische Ansätze
Die maschinelle Beatmung rettet täglich Leben – und birgt doch von der ersten Minute an ein kritisches Risiko: die beatmungsassoziierte Pneumonie (VAP). Als häufigste nosokomiale Infektion auf der Intensivstation verlängert sie Beatmungszeiten drastisch und gefährdet das Überleben kritisch kranker Patienten. Trotz strikt eingehaltener KRINKO-Präventionsbündel verbleibt die VAP eine der am schwersten zu kontrollierenden Schnittstellen der modernen Intensivpflege.
Doch während klassische Hygiene-Bündel vor allem versuchen, die Keimbesiedlung im Rachenraum passiv einzudämmen, deuten physikalische Therapieverfahren einen grundlegenden Wandel an.
Konzentrierte sich der Einsatz von Kaltplasma bisher primär darauf, den Beatmungsschlauch präventiv keimfrei zu halten, bricht die innovative Inhalationstechnologie von PulmoPlas® diese Grenze nun auf: Erstmals wird die Möglichkeit erforscht, physikalisch aktiviertes Plasma direkt zur Behandlung im tiefen Atemtrakt einzusetzen. Das eröffnet völlig neue, komplementäre Spielräume an der Grenze zwischen präventiver Hygiene und aktiver physikalischer Infektionskontrolle.



