Viromed Medical AG: Weltweit einzigartige präklinische Datenbasis – Saarland-Validierung als Schlüssel zur ersten physikalischen Lungenanwendung
Rellingen, 16. Februar 2026 – Im Rahmen einer wissenschaftlichen Pressekonferenz am 12. Februar 2026 stellte Prof. Dr. Hortense Slevogt, Studienleiterin an der Medizinische Hochschule Hannover sowie Leiterin der respiratorischen Abteilung am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, den aktuellen Stand der präklinischen Entwicklung der Kaltplasma-Therapie (Cold Atmospheric Plasma, CAP) zur Behandlung schwerer infektiöser Lungenerkrankungen vor. In der Studie wird die Kaltplasmatechnologie der Viromed Medical AG („Viromed“) eingesetzt.
Prof. Dr. Slevogt führte aus, dass bewusst keine vollständige Offenlegung aller Datendetails erfolgte, da die Veröffentlichung der Ergebnisse in einem anerkannten internationalen Fachjournal kurzfristig anstehe. Die Verzögerung der Veröffentlichung sei auf die Entscheidung zurückzuführen, ein besonders umfassendes und wissenschaftlich hochwertiges Fast-Track-Paper einzureichen, das höchsten internationalen Standards entspreche.
Die in den vergangenen 2,5 Jahren durchgeführte Grundlagenforschung an humanen Lungenepithelmodellen hat nach Angaben der Studienleitung durchgehend konsistente und positive Ergebnisse erbracht. Es wurde eine signifikante, keimunabhängige Reduktion pathogener Keime bei gleichzeitig klar definiertem therapeutischem Sicherheitsfenster nachgewiesen. Histologische Analysen sowie Untersuchungen zeigten innerhalb dieses Anwendungsfensters keine sicherheitsrelevanten Gewebeschädigungen.
Nach Kenntnis von Viromed existieren derzeit weltweit keine vergleichbaren präklinischen Studienprogramme, die eine physikalische Kaltplasma-Anwendung direkt im pulmonalen Gewebe in dieser Tiefe untersucht haben. Die vorliegenden Daten stellen damit eine nach Einschätzung des Unternehmens international einzigartige wissenschaftliche Grundlage für eine nicht-pharmakologische Behandlung schwerer Lungeninfektionen dar.
Auf Basis dieser Daten fanden bereits regulatorische Abstimmungsgespräche statt, in denen die Voraussetzungen für eine mögliche Anwendung bei schwerstkranken Intensivpatienten klar definiert wurden – insbesondere hinsichtlich einer strukturierten Nutzen-Risiko-Bewertung.
Die nun gestartete Validierungsstudie im vitalen Lungenorganmodell an der Universität des Saarlands stellt den entscheidenden translationalen Schritt dar. Mit einer geplanten Laufzeit von 10 bis 12 Wochen sollen die präklinisch definierten Dosierungsparameter unter realitätsnahen physiologischen Bedingungen final bestätigt werden. Diese Phase gilt als Schlüssel, um die wissenschaftlich definierte Nutzen-Risiko-Konstellation in die klinische Anwendung zu überführen. Im Fokus stehen Patienten mit fulminanten, durch pathogene Keime verursachten Lungeninfektionen, insbesondere beatmungsassoziierte Pneumonien (VAP), bei denen trotz leitliniengerechter Therapie eine hohe Mortalität besteht und konventionelle Antibiotikastrategien zunehmend an Wirksamkeit verlieren.
Darüber hinaus hob Prof. Dr. Slevogt das erhebliche präventive Potenzial der Technologie hervor. Perspektivisch könne CAP dazu beitragen, schwere Verläufe frühzeitig zu verhindern. Auch im Kontext von Influenza-assoziierten bakteriellen/ viralen Sekundärinfektionen sieht die Studienleitung ein signifikantes Anwendungspotenzial.
Vor dem Hintergrund einer global zunehmenden Antibiotikaresistenz, hoher Mortalität bei schweren Pneumonien und begrenzter therapeutischer Alternativen adressiert CAP nach Einschätzung von Viromed einen internationalen Hochbedarf im intensivmedizinischen Umfeld.
Uwe Perbandt, Vorstand der Viromed Medical AG:
„Mit einer weltweit einzigartigen präklinischen Datenbasis und klar definiertem therapeutischem Fenster stehen wir an einem entscheidenden Punkt der Translation. Die regulatorischen Gespräche haben die Rahmenbedingungen für eine Anwendung bei schwerstkranken Patienten definiert. Wenn die Validierung an der Universität des Saarlands diese Parameter bestätigt, sehen wir die realistische Perspektive, im frühen Sommer die nächsten Schritte in Richtung klinischer Anwendung einzuleiten. Wir sind überzeugt, dass eine physikalische, nicht-pharmakologische Therapie im Bereich schwerer Lungeninfektionen internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird. Die kommenden Wochen sind aus unserer Sicht der entscheidende Übergang von der präklinischen Validierung in die klinische Realität.“
Über die Viromed Medical AG
Die Viromed Medical AG ist auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von Medizinprodukten spezialisiert. Das operative Geschäft des seit Oktober 2022 börsennotierten Unternehmens konzentriert sich über die 100 %ige Tochtergesellschaft Viromed Medical GmbH auf die Verbreitung der innovativen Kaltplasmatechnologie (KAP) für medizinische Anwendungen. Dabei kann Viromed auf eine breite Kundenbasis in der DACH-Region und darüber hinaus zurückgreifen. Die Viromed Medical AG verfolgt das Ziel, den Einsatz von KAP in der Medizin in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben und entsprechende Wachstumspotenziale zu realisieren.
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